Ab 2022 wird saniert

Während rund 50 Jahren deponierten die Solothurner – Private, Gewerbe und Industrie – ihren Müll auf dem «Stadtmist», in der Aareebene im Westen der Stadt. Erst die Inbetriebnahme der Kehrichtverbrennungsanlage (Kebag) in Zuchwil 1976 setzte dem Ablagern ein Ende. Seit geraumer Zeit ist klar: Die stillgelegten Deponien gefährden die Umwelt und müssen saniert werden.

Diskussionen um die Sanierungsvariante und deren Finanzierung haben die Umsetzung der Sanierung lange behindert. Erst seit Herbst 2020 liegt vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) eine Sanierungsverfügung vor, die dem Totalaushub der drei Deponien zustimmt. Basis dafür bildet eine Globalofferte des Totalunternehmers. Die Sanierung  sieht Gesamtkosten von total 120 Mio. Franken vor.

Nun geht es vorwärts: Ab 2022 sollen innerhalb von sechs bis acht Jahren die Deponien ausgehoben werden. Dabei wird das Material aufbereitet, sortiert und der Verbrennung oder einer sicheren Entsorgung zugeführt.

Die Baubewilligung für dieses Sanierungsvorhaben soll im Rahmen eines kantonalen Erschliessungs- und Gestaltungsplanverfahrens mit Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt werden. Für den Spätherbst 2021 ist die öffentliche Mitwirkung geplant. Die Baubewilligung wird im Sommer 2022 erwartet. Danach starten die eigentlichen Sanierungsarbeiten. Sie werden etappenweise umgesetzt und zum Abschluss gebracht.